Die nachfolgenden Fragen von Patienten sind von uns aus Online-Beratungen sowie aus persönlichen Beratungsgesprächen zusammengestellt worden. Sämtliche Fragen sind von unserem leitenden Arzt, Dr. Michael Kremer, persönlich beantwortet worden.
Die Fragen werden regelmäßig aktualisiert und sollen Ihnen als eine zusätzliche Informationsmöglichkeit dienen.
Sollten Sie selbst Fragen zu ästhetisch-plastischen Operationen haben, so können Sie diese über unsere Online-Beratung Seite stellen.
Frage:
Hallo Dr. Kremer, ich interessiere mich für eine Nachkorrektur meiner Nase und habe bei Ihnen demnächst ein Beratungsgespräch. Eine Frage im Vorfeld: ich habe nun in einer Zeitschrift gelesen, dass ein HNO-Arzt in München in der Woche angeblich 15 ästhetische Nasenoperationen durchführt. Das hat mich sehr verunsichert, denn ich denke, dass man als einzelner Patient nicht genügend Aufmerksamkeit erhält und evtl. mit einer Standardnase sozusagen abgefertigt wird. Ich möchte dort deshalb nicht hingehen. Wie ist das bei Ihnen?
Antwort:
Ich verstehe Ihre Bedenken sehr gut. Aus meiner langjährigen Erfahrung mit ästhetischen Nasenkorrekturen und vor allem auch Nachkorrekturen ist mir sehr daran gelegen, jeden Patienten sehr individuell operativ zu behandeln. Gerade bei Nasenoperationen machen teilweise Bruchteile von Millimetern, die man während einer Operation belässt oder abträgt, nachher einen immensen Unterschied der Formgebung aus. Aus diesen Gründen und auch deshalb, weil es meine oberste Maxime ist möglichst gar keine oder zumindest nur minimale Nachkorrekturen bei eigenen Patienten später durchzuführen, bemühe ich mich sehr exakt und millimetergenau entsprechend der vor der OP gemeinsam mit meinen Patienten durchgeführten Computersimulation zu arbeiten. Eine Nasen-OP dauert daher etwa 2 bis 2,5 Stunden, schwierige Nachkorrekturen können teilweise 4-5 Stunden dauern. Wenn die Nasenscheidewand mit korrigiert werden muss - was oft der Fall ist - kommt noch weitere Zeit hinzu.
Ich habe es mir daher zu eigen gemacht, an einem Tag nie mehr als 2 Nasenoperationen durchzuführen. Es ist einfach so, und jeder kennt das aus seinem eigenen Beruf, die Konzentration lässt über die Stunden einfach nach und ich möchte meinen Patienten, für die eine Nasenoperation ein großes und teils belastendes Ereignis im Leben darstellt, den notwendigen Respekt entgegen bringen und sie nicht hastig "abfertigen". Da ich an zwei Tagen in der Woche ganztags Sprechstunde habe, mache ich also maximal 6 Nasenoperationen in der Woche. Ich denke auch nicht, dass die Masse der Operationen eine Garantie für ein gutes Ergebnis ist, wichtiger ist m.E. die genaue Beurteilung des Befunds, eine gute Planung und die dann gezielte und möglichst perfekte operative Umsetzung mit individuell angepassten Techniken, die wissenschaftlich etabliert sind. Auch die individuelle Begabung eines Arztes und das ästhetische Empfinden tragen zum Ergebnis bei, zwei Eigenschaften, die man hat oder nicht hat und die Patienten leider nicht vorher erahnen können.
Ich freue mich Sie demnächst persönlich kennen zu lernen, bitte nehmen Sie sich 45-60 Minuten für die Beratung Zeit und bringen Sie bitte unbedingt Bilder mit von vor Ihrer Nasenoperation. Danke!
Antwort:
Ich darf Sie an dieser Stelle, um meinen ärztlichen Kollegen persönlich nicht zu nahe zu treten, auf ein aktuelles Interview des Kölner Patienten-Anwalts Markus Meinecke aus der ZDF-Reportage hinweisen. Er ist Experte auf dem Gebiet der Schönheits-Operationen und sagt u.a. folgendes:
ZDF: Was raten Sie jemandem, der sich zu einer Schönheitsoperation entschließt?
Meinecke: Man sollte sich darüber informieren, ob der Operateur ein Facharzt für Plastische Chirurgie ist. Diese sind für die Eingriffe qualifiziert und beherrschen ihr Fach. Da der Beruf des Schönheitschirurgen nicht geschützt ist, gibt es sehr viele Ärzte sämtlicher Fachrichtungen, die die Eingriffe ebenfalls vornehmen, aber nicht immer qualifiziert sind. Bei diesen Ärzten ist die Gefahr einer verpfuschten Schönheits-OP natürlich höher.
Mehr möchte ich dem nicht hinzu fügen, entscheiden Sie bitte selbst!
Antwort:
Danke für diese eher untypische Frage hier, die ich aber gerne beantworte, weil mich auch viele Patienten in meiner Sprechstunde danach fragen. Prinzipiell finde ich es gut, dass Patienten bzw. solchen, die es werden wollen, eine Möglichkeit haben sich über die selbst gemachten Erfahrungen auszutauschen. Leider ist es meiner Meinung nach aber so - und ich kann mich aufgrund eindeutiger Hinweise nicht des Eindrucks erwehren - dass Foren von manchen, wenn auch wenigen Ärzten, leider gezielt dazu benutzt werden, für sich selbst Werbung zu machen. Dies erkennt man, wenn man ein Forum einmal über einige Tage beobachtet, als halbwegs intelligenter Mensch eigentlich relativ schnell. Es ist schon erstaunlich, welch "fachkundiges" Wissen da mancher pseudonyme "Patient" von sich gibt und wie schnell im fast simultan nachfolgenden Dialog dann gleich wieder der eine oder andere häufig genannte "Spezialist" aus dem Nichts auftaucht.
Meine Empfehlung an Sie wäre, sich mit interessanten Forumsteilnehmern, die konkrete Erfahrungen gemacht haben und nicht Gerüchte oder andere Unwahrheiten verbreiten, per E-Mail direkt persönlich auszutauschen. So erhalten Sie die best mögliche Information. Mich freut es natürlich, dass ich bei Beratungen ab und zu höre, dass über sehr gute Erfahrungen von früheren Patienten von mir berichtet wird, dennoch empfehle ich meinen Patienten sich zum einen nicht verwirren zu lassen und sich von seinem eigenen Gefühl leiten zu lassen. Weiterhin viel Spaß beim Surfen!
Antwort:
Ihre Bedenken bekomme ich in ähnlicher Weise häufiger von Patienten bei Beratungsgesprächen in meiner Praxis zu hören. Das Gesicht ist ein so komplexes Gebilde aus Knochen, Muskeln, Fett, Haut und Funktionsstrukturen, dass wirklich nur ein Spezialist ein kompetentes Behandlungskonzept aufstellen kann. Bevor über eine optimale individuelle Behandlung entschieden werden kann, muss eine genaueste Analyse der Gesichtsstrukturen erfolgen, es geht schließlich nicht darum einfach nur ein bisschen Haut nach hinten zu ziehen, wie es leider bisweilen gemacht wird. Wie z.B. beim Abschluss eines langjährigen Vertrages zur Altersvorsorge oder einem Hauskauf kann eine solche Beratung nicht in einer Viertelstunde abgeschlossen werden, zu detailliert sind die Fragen vieler Patienten. Suchen Sie unbedingt nach einem Plastischen Chirurgen, der sich nachweislich langjährig auf die kosmetische Korrektur im Gesichtsbereich spezialisiert hat. Wer z.B. einen Schwerpunkt seiner Praxis auf Handchirurgie legt, mag evtl. nicht der richtige Arzt sein. Fragen Sie unbedingt auch nach, in welcher Schicht und wo im Gesicht der Arzt straffen will. Viele Ärzte, insbesondere auch ältere, haben Angst Gesichtsnerven zu verletzen und beschränken sich daher lediglich darauf im Rahmen oberflächlicher Liftings Haut zu ziehen. Dies führt bisweilen zu einem sehr unnatürlichen "Windtunnel" Aussehen, zu breiten Narben, deformierten Ohrläppchen und Haarverlust. Nur ein Behandler, der die Anatomie des Gesichts in- und auswendig beherrscht, weiß wie risikoarm aber effektiv es ist, die mimische Muskulaturschicht (sog. "SMAS") gesondert zu lösen und zu straffen. Das Ergebnis bei so einer aufwendigeren Technik hält deutlich länger, wenn auch die Schwellung am Anfang etwas länger besteht. Die Kosten sind deswegen nicht höher als bei Ärzten, die nur oberflächlich liften oder sog. "Mini-Liftings" anbieten, von denen schon seit 100 Jahren bekannt ist, dass sie nicht lang halten. Es gäbe zu diesem Thema noch viel zu sagen, so dass ich Sie bitten würde einen Termin in meiner Sprechstunde auszumachen. Eins wollte ich noch sagen, ein gutes Lifting dauert in erfahrenen Händen mindestens 4 Stunden, bisweilen auch länger.
Antwort:
Es ist richtig, dass Gesichtsimplantate in Deutschland noch nicht sehr weit verbreitet sind. Ich selbst habe damit aber sehr große Erfahrung, weil ich mehrere Jahre in den USA beruflich tätig war und dort Gesichtsimplantate ausgiebig angewendet habe. Ich verwende fast ausschließlich Kunststoffimplantate aus porösem Polyethylen. Dieses Material hat den Vorteil, dass es während der Operation genauestens angepasst werden kann. Ich kann es in einem warmen Wasserbad unter sterilen Bedingungen erwärmen und dann formen, des weiteren kann ich das Implantat mit dem Skalpell sozusagen zurecht schnitzen. Es gibt auch eine ganz große Vielzahl an Implantaten, welche für ganz spezielle Problemzonen schon vorgefertigt worden sind, so z. B. die Wangenknochen, das Mittelgesicht neben der Nase oder z. B. das Kinn. Hier gibt es für den Fachmann vielfältigen Möglichkeiten. Es ist aus meiner Erfahrung äußerst wichtig, diese Implantate während der Operation sofort fest zu fixieren, weil sich lose eingebrachte Fremdkörper leichter entzünden, was unter allen Umständen verhindert werden soll. Ich verwende hier zu ganz kleine Titanschrauben, welche dauerhaft im Körper belassen werden können, was ja auch bei Zahnimplantaten allgemein üblich ist. Neben einer absolut exakten operativen Technik spielt bei dieser Behandlungsform vor allem eine sorgfältige dreidimensionale Analyse des Gesichts eine herausragende Rolle. Hier kommt mir meine Spezialausbildung in Craniofacialer Chirurgie in Amerika sehr zugute. Im Rahmen einer Beratung kann ich Ihnen die verschiedenen Implantate persönlich zeigen. Wenn Sie mehr über meine Erfahrungen mit Implantaten lesen möchten, können Sie hier klicken.
Antwort:
Ihre Frage bekomme ich praktisch von jedem Patienten im Rahmen der Beratung gestellt. Meine Antwort lautet immer: Sie werden absolut KEINE Schmerzen haben. Grund: nach Beginn der Vollnarkose wird die Nase zunächst mit einem länger wirkenden örtlichen Betäubungsmittel eingespritzt. Dies vermindert zum einen den Narkosemittelverbrauch und die notwendige Tiefe der Vollnarkose, was für den Organismus gut ist, und zum anderen ist eine anhaltende Schmerzfreiheit nach der Operation gewährleistet. Zum zweiten operiere ich mit sehr feinen und scharfen Instrumenten gewebeschonend (atraumatisch) und blutarm, der Blutdruck wird von unserem sehr spezialisierten Narkoseteam zusätzlich auf niedrige Werte abgesenkt, hierdurch ist insgesamt die Schwellneigung und somit die Spannung auf die schmerzempfindlichen Gewebe der Nase nach der Operation minimal. Durch Verwendung einer passgenauen Nasenschiene und anatomisch eingepassten Tamponaden wird die Nase wie bei einem Knochenbruch von innen und außen gleichzeitig geschient, was ein weiterer Faktor für Schmerzfreiheit ist. Das weitläufig "gefürchtete" Ziehen der Tamponaden ist bei den von mir verwendeten Tamponaden ebenfalls nicht schlimm. Noch einmal zu Ihrer Beruhigung: JEDE(R) Patient(in) hat mir nach der Behandlung bisher erleichtert gesagt, dass keine Schmerzen bestanden.
Antwort:
Danke für Ihre Mail. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich mich so kurz nach einer Operation und ohne Sie persönlich untersucht zu haben zu Ihrem gegenwärtigen Zustand nicht äußern möchte. Ihre Behandlung ist jetzt noch lange nicht abgeschlossen und Sie sollten das Vertrauensverhältnis zu Ihrem behandelnden Arzt nicht damit aufs Spiel setzen, dass Sie bereits jetzt andere Ärzte aufsuchen. Ich gehe davon aus, dass Sie sich für Ihren Arzt deshalb entschieden haben, weil Sie auf sein Fachwissen und Können vertraut haben. Sprechen Sie bitte erst mit Ihrem Arzt und befolgen Sie seine Anweisungen genau. Sollten Sie nach etwa einem halben Jahr weiterhin mit Ihrem Aussehen nicht zufrieden sein und Ihr Arzt von weiteren Korrekturen abraten, dürfen Sie sich gerne in meiner Spezialsprechstunde für Nasenkorrekturen vorstellen. Erst einmal gute Besserung!
Antwort:
Leider hat der Arzt, den Sie konsultiert haben, nicht recht. In der Regel benötigt ein erfahrener Nasenchirurg keine äußeren Schnitte im Bereich des Nasenstegs. Diese Technik ist nur selten notwendig und meist auch nur dann, wenn die Nase bereits mehrfach voroperiert worden ist. Ich selbst verwende diese so genannte "offene Technik" eigentlich nie, da sie meines Erachtens nicht notwendig ist. Bitte fragen Sie den besagten Arzt, wie viel Erfahrung er mit Nasenkorrekturen hat.
Frage:
Ich habe Bedenken, dass mein Äußeres durch eine kosmetische Gesichtsoperation zu sehr verändert wird und ich danach nicht mehr ich selbst bin. Ist meine Angst berechtigt?
Antwort:
Sinn und Zweck einer Schönheitsoperation ist es nicht extreme Veränderungen am äußeren Erscheinungsbild vorzunehmen. Dies wäre jedoch bei schweren angeborenen Gesichtsfehlbildungen erwünscht. Vielmehr sollen altersbedingte Veränderungen rückgängig gemacht werden und nur die den Patienten selbst störenden Merkmale wirklich verändert werden. Idealerweise sollte das Ergebnis so sein, dass ein positive Veränderung des Aussehens von Menschen im persönlichen Umfeld bemerkt wird, keiner aber genau weiß oder sich gar zu fragen wagt, warum das so ist.
Antwort:
Eine Nasenkorrektur (Rhinoplastik) kann den Gesichtsausdruck eines Menschen wirklich sehr verändern. Die Nase nimmt eine zentrale Position im Gesicht ein und den meisten Menschen ist dies sehr bewusst. Ich kann Ihnen aber sagen, dass Sie sich nicht als zu eitel vorkommen brauchen, da ich selbst häufig Patienten berate, die über das Aussehen ihrer Nase unsicher sind. Es ist schwer zu sagen was bei Ihnen korrigiert werden müsste ohne Sie zu untersucht zu haben. Wenn Sie über eine digitale Kamera oder einen Scanner verfügen, würde ich Sie bitten mir ein paar Photos ihrer Nase zu emailen, und zwar von vorne, von der Seite und von unten mit dem Kopf nach hinten überstreckt. Anhand dieser Photos könnte ich Ihnen genauere Angaben über die Behandlungsmöglichkeiten machen, weil ich dann eine bessere Vorstellung darüber habe, welche Art von Korrekturen notwendig sind. Dies würde Ihnen vielleicht sogar eine Fahrt nach München ersparen. Sie können mir natürlich auch normale Photos per Post zuschicken.
Antwort:
Nur Fachärzte für Plastische Chirurgie sind für die genannten Operationen ausgebildet und qualifiziert. Sie haben von Rechts wegen die erforderlichen Operationstechniken intensiv während ihrer Facharztausbildung gelernt und können auch mit möglichen Komplikationen sicher umgehen.
Auf Grund der gesteigerten Nachfrage nach kosmetischen Operationen in unserer Gesellschaft und der immer geringer werdenden Vergütungen durch die gesetzlichen Krankenversicherungen versuchen viel Ärzte anderer Fachgruppen, Allgemeinärzte oder gar Ärzte ohne Facharztausbildung kosmetische Operationen durchzuführen. Auch wurden zur besseren Darstellung in der Öffentlichkeit "Gesellschaften" mit wohlklingenden Namen gegründet, wie z.B. die "Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Medizin" oder die "Deutsche Akademie für Ästhetische Chirurgie", um nur einige zu nennen. Bei diesen Vereinigungen kann jeder Arzt einfach Mitglied werden und der Öffentlichkeit gegenüber Fachkompetenz suggerieren. Eine objektive Qualitätssicherung besteht nicht, anders als bei Fachärzten für Plastische Chirurgie, die bei der zuständigen Ärztekammer einen Katalog über durchgeführte Operationen offiziell vorlegen und eine Prüfung ablegen müssen bevor sie die Zulassung erhalten. Oft bestehen bei Nicht-Fachärzten auch Probleme mit der Haftpflichtversicherung, die erst im Rahmen von Streitigkeiten nach "Kunstfehlern" offenbar werden.
Erkundigen Sie sich bitte daher über die Ausbildung des betreffenden Arztes am besten bei der zuständigen Landesärztekammer, in dem Falle der Bayerischen Landesärztekammer in München (www.arzt-bayern.de).
Antwort:
Typischerweise hat eine Gesichtsstraffung (Facelifting) keinen Einfluss auf den Teint und die Qualität der Gesichtshaut. Die für die Versorgung der Gesichtshaut verantwortlichen Äderchen liegen in der Lederhaut, die bei diesem Eingriff nicht verändert wird. Wenn Sie aber eine besonders empfindliche Haut haben und besorgt sind, würde ich Sie nach einer genauen persönlichen Untersuchung und Beratung zunächst der Kosmetikerin in meinem Team vorstellen, die evtl. zunächst eine medizinisch überwachte Hautpflegebehandlung beginnen wird. Evtl. kann es sinnvoll sein, Ihre Hautoberfläche mit dem schonenden Salzpeeling Macrodermabrasion zu behandeln.
Antwort:
Kosmetische Operationen werden durchgeführt um "normale" Körperstrukturen zu verändern und das äußere Erscheinungsbild eines Patienten zu verbessern. Kosmetisch-chirurgische Behandlungen werden daher nicht von gesetzlichen oder privaten Krankenkassen übernommen.
Wiederherstellende Operationen werden durchgeführt um "abnormale" Körperveränderungen zu behandeln, wie z.B. angeborene Fehlbildungen, körperliche Entwicklungsstörungen, Entstellungen nach Unfällen, nach Krebsbehandlungen oder bei andere Krankheiten sowie bei Problemwunden. Wiederherstellende Operationen werden häufig zur Funktionsverbesserung, viele dieser Operationen aber auch zur Verbesserung des Aussehens durchgeführt. Die Kosten für wiederherstellende Operationen werden normalerweise von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen, wenn es hier auch gewisse Unterschiede von Versicherung zu Versicherung gibt. Unfallversicherungen übernehmen zumeist auch die Kosten für "kosmetische " Operationen nach Unfällen, dies können Sie leicht in der Police nachsehen.
Es gibt eine Reihe von relativ häufig in der Plastischen Chirurgie durchgeführten Operationen, bei denen die Kostenübernahme durch die Krankenversicherung zunehmend schwieriger wird. Brustverkleinerungs-Operationen fallen z.B. darunter. Andere Behandlungen, wie z.B. Korrekturen von abstehenden Ohren, werden je nach Versicherung nur bis zu einem gewissen Alter übernommen. Auch die Entfernung von Keloiden oder weiten Narben sowie Narbenkorrekturen sind Operationen, bei denen die Kostenübernahme durch die Krankenversicherung manchmal problematisch sein kann.
Bitte setzen Sie sich daher frühzeitig mit Ihrer Krankenkasse bzw. dort dem Medizinischen Dienst in Verbindung. Gerne sind wir Ihnen auch dabei behilflich Ihre individuelle Situation Ihrer Krankenkasse oder Unfallversicherung gegenüber klar darzustellen, falls nötig mit Gutachten und Bilddokumentation. Manchmal kann hierdurch zumindest eine teilweise Kostenübernahme erreicht werden.
Antwort:
Ich führe sehr viele Nasenkorrekturen durch und ebenfalls viele Profilkorrekturen, zumeist mit Implantaten. Gerade wegen meiner großen Erfahrung im Gesichtsbereich rate ich nur in Ausnahmefällen dazu, also bei einem extrem zu kleinen Kinn, gleichzeitig Nasen- und Kinnkorrektur durchzuführen. Der Grund: nach Verkleinerung z.B. einer Höckernase normalisiert sich die Gesichtsästhetik in vielen Fällen so sehr, dass eine Kinnvergrößerung nicht mehr notwendig ist oder evtl. das Kinn dann als zu groß empfunden würde. Die von Ihnen beschriebene Technik können Sie - salopp gesagt - vergessen. Ein Nasenhöcker ist auch bei einer verhältnismäßig großen Höckernase im Vergleich zu einem Kinnimplantat "mini" und kann keine ausreichende ästhetische Kinnkorrektur schaffen - allenfalls einen tastbaren kleinen "Knubbel". Leider habe ich so andernorts behandelte Patienten schon in meiner Praxis gesehen und musste das Knochenstück operativ entfernen.
Antwort:
Hallo, nett wieder von Ihnen zu hören! Ich kann mich an Sie gut erinnern und ich habe mir eben noch einmal Ihre Bilder angesehen. Eines einmal vorweg: Sie werden immer unterschiedliche Meinungen von verschiedenen Ärzten hören und müssen am Ende selbst entscheiden, für welche Behandlung Sie sich entscheiden. Ich kann Ihnen aber versichern, dass mein Ratschlag auf genauer Analyse Ihrer speziellen Situation ebenso wie auf meiner langjährigen Erfahrung mit Nasen-Wiederherstellungen bei Kindern und Erwachsenen beruht.
Ich verwende bei Nasenrekonstruktionen nur in Ausnahmefällen Implantate aus Kunststoff, weil es wie bei jedem Fremdkörper (z.B. Herzklappe, künstliche Hüfte) z.B. zu Entzündungen kommen kann. Bei Ihnen speziell, wo es um eine Glättung des wirklich extrem unebenen und abgeflachten Nasenrückens geht, könnte mit einem vorsichtig eingebrachten und exakt platzierten Implantat auf relativ elegante und für Sie wenig belastende Weise genau das erreicht werden, was sie wollen. Bitte glauben Sie mir, eine so glatte Kontur kann mit Ohrknorpel unter keinen Umständen erreicht werden, es wird immer wieder Stufen, verschiedene Dicken und Kanten geben, das ist vorprogrammiert. Ohrknorpel kann aus meiner Erfahrung bei der Wiederherstellung der Nasenspitze gute Dienste leisten, hier sind Implantate wiederum weniger geeignet.
Die von mir vorgeschlagene Operation wird nicht länger als eine Stunde dauern und Sie werden sich sehr schnell erholen und können bald wieder arbeiten. Bei einem minimalen Infektionsrisiko von 2-5% in erfahrenen Händen müssen Sie dies abwägen gegen den vorgeschlagenen mehrstündigen Eingriff an Nase und Ohren mit eben so langer Vollnarkose, langem Krankenstand, Schwellungen etc., und dem m. E. unvorhersehbaren Ergebnis. Sie haben ja leider schon viel mit gemacht und das will ich Ihnen bei meiner Behandlung ersparen. Sollten sich bei Ihnen eine Infektion ergeben, kann ich das Implantat in wenigen Minuten in örtlicher Betäubung entfernen und wir haben gegenüber dem jetzigen Zustand nichts verloren. Ich glaube aber, dass das nicht passieren wird, weil Ihre Weichteile relativ gut sind. Wie gesagt, Sie können sich ja selbst entscheiden. Wenn Sie mehr über meine Erfahrungen mit Implantaten lesen möchten, können Sie hier klicken. Ich respektiere, wie immer Sie sich entscheiden werden, möchte bei Ihnen aber selbst nicht anders verfahren als vorgeschlagen. Danke für Ihr Verständnis!
Die Informationen auf dieser Webseite sind nur als eine Einführung zum besseren Verständnis vonästhetisch-plastischen Operationen gedacht und sollten nicht dazu verwendet werden um einzuschätzen, ob eine jeweilige Behandlung für Sie persönlich angezeigt ist. Ebenso wenig ist der Inhalt als eine Garantie für das Ergebnis einer Behandlung zu verstehen.
Der beste Weg über Ihre persönlichen Möglichkeiten mit Hilfe der Plastischen Chirurgie zu erfahren ist es, eine persönliche Beratung mit dem leitenden Arzt Dr. Michael Kremer zu vereinbaren, bei der spezifische Fragen im Hinblick auf Ihre individuelle Situation beantwortet werden können.

Für einen persönlichen Beratungstermin wenden Sie sich bitte an uns unter
089 / 55 27 450
