Von Dr. med. Wolfgang Scherbaum, Facharzt für Anästhesie
Zur Person: Studium der Humanmedizin an der Universität Erlangen
Facharztausbildung für Anästhesie in Regensburg und der Uniklinik München (Klinikum Großhadern), Facharzt für Anästhesie seit 1990
Mitbegründer des Ambulanten Operationszentrums München Nord, Gemeinschaftspraxis Anästhesie Drs. med. Klaus Kratzer, Claus-Peter Sander, Wolfgang Scherbaum, Inge Haselsteiner, Sylvia von Radetzky, Ingolstädter Str. 166, 80939 München, Tel.: 089/3166610
Liebe Patientin, lieber Patient !
Sie haben sich entschlossen, einen plastisch-chirurgischen Eingriff durch Dr. Michael Kremer bei sich durchführen zu lassen. Nun stellt sich die Frage nach dem erforderlichen Narkoseverfahren. Erstaunlicherweise haben auch für gewöhnlich gut informierte Patientinnen und Patienten hinsichtlich der Anästhesie oft eine ungenaue, eher historisch gefärbte Vorstellung.
Die folgende Darstellung soll Ihnen helfen, ein klareres Bild von dem Zustand „Narkose“ und von der Tätigkeit des dafür verantwortlichen Arztes, des Anästhesisten, zu vermitteln:
Wir verstehen die heutige anästhesistische Betreuung als ein ganzheitliches, individuell zugeschnittenes Gesamtkonzept, welches in enger Absprache mit dem verantwortlichen Operateur, Dr. Kremer, eine optimale medizinische Versorgung vor, während und nach einem operativen Eingriff gewährleistet. Verantwortlich dafür ist der Narkosearzt (Anästhesist). Er schlägt ihnen zunächst unter Berücksichtigung der Art und Dauer des Eingriffes sowie unter Berücksichtigung individueller Besonderheiten das für Sie geeignete Narkoseverfahren vor und informiert Sie über medizinische und organisatorische Details rund um die geplante Operation.
Während des Eingriffes führt er die erforderliche Anästhesie durch und übernimmt die Überwachung und Kontrolle der lebenswichtigen Körperfunktionen. Nach dem Eingriff ist er zusammen mit dem Operateur für die medizinische Betreuung im Aufwachraum bis zur Entlassung nach Hause zuständig.
Bei den an unserem Zentrum durchgeführten Narkoseverfahren können wir folgende Einteilung vornehmen:
Vollnarkose (Allgemeinanästhesie): für die meisten Eingriffe.
Kombinationen aus Allgemein- und Regional/Lokalanästhesien ("Dämmerschlaf"): für viele Eingriffe.
Teilnarkose (Regionalanästhesie): für Eingriffe an den Armen und Beinen geeignet.
Die Vollnarkose für einen operativen Eingriff hat die drei „klassischen“ Ziele:
Schmerzfreiheit („Analgesie“)
Schlaf („Hypnose“)
Muskelentspannung („Relaxation“)
Zudem kann der Narkosearzt durch eine kontrollierte Blutdrucksenkung (Hypotension) eine Verringerung der Blutungsneigung, d.h. des Blutverlustes während der plastisch-chirurgischen Operation ermöglichen, was auch für Dr. Kremer zur besseren chirurgischen Präparation wichtig ist.
Daneben sind heutzutage an eine moderne Anästhesie folgende Anforderungen zu stellen:
Höchste Patientensicherheit
Minimierung von Nebenwirkungen
Ermöglichung optimaler Operationsbedingungen
Rasches Abklingen nach Ende der Operation
Berücksichtigung möglicher Begleiterkrankungen
Ihr Anästhesist aus unserem erfahrenen Team kann diese Ziele einer jeden Narkose mit den heute verfügbaren Medikamenten und technischen Hilfsmitteln sehr präzise und abgestimmt auf Sie persönlich und den vorgesehenen Eingriff erreichen. Dies ermöglicht in vielen Fällen bei plastischen Operationen durch Dr. Michael Kremer, dass Sie ambulant bleiben können oder nur eine Nacht bei uns überwacht werden müssen und dann nach Hause in Ihre gewohnte Umgebung entlassen werden können, was zusätzlich zu Ihrer zeitigen Genesung beiträgt.
Durch ein entsprechendes Patienten-Überwachungssystem („Monitoring“) werden während der Anästhesie fortlaufend alle wichtigen Daten bezüglich Atem/Kreislauf- und Stoffwechselfunktion erfasst. Diese geben dem Anästhesisten, der Sie während des Eingriffes ständig überwacht und die Narkose „steuert“, wichtige Hinweise für seine Arbeit.
Die in den letzten Jahren etablierten Überwachungssysteme für Blutsauerstoffsättigung und Kohlendioxidgehalt der Ausatemluft stellen „Meilensteine“ hinsichtlich der Patientensicherheit dar. Nicht zuletzt durch deren Einführung sind schwere Narkosezwischenfälle bei geplanten Operationen eine absolute Seltenheit geworden (0,01 bis 0,001 Promille, d.h. pro tausend Patienten) - nie sind Sie im täglichen Leben so gut überwacht wie während einer Narkose!
Die Einzelheiten der Narkose besprechen Sie am besten mit dem für Sie zuständigen Anästhesisten aus unserem Team.
Sie können uns nach Vereinbarung eines Operationstermins mit Dr. Kremer gerne schon einige Tage vor Ihrer Behandlung im AOZ München Nord besuchen und sich in Ruhe über die erforderliche Anästhesie in einem Gespräch informieren.
Nähere Informationen können Sie demnächst auch auf unserer Homepage www.aoz-muenchen-nord.de nachlesen.
Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AOZ München Nord verbleibe ich herzlichst,
Ihr Dr. med. Wolfgang Scherbaum

Für einen persönlichen Beratungstermin wenden Sie sich bitte an uns unter
089 / 55 27 450
